WAS IST BARF?

Der Begriff "BARF" steht für "biologisch artgerechtes rohes Futter". Hierbei handelt es sich um eine Ernährungsform für Hunde und Katzen, bei welcher das Futter aus frischen und zumeist rohen Zutaten zusammengestellt wird. Die Zusammensetzung der Futterration soll die natürliche Futterzusammensetzung eines wild lebenden Caniden (Fleischfresser) nachahmen. 

Die Ration besteht demnach aus Muskelfleisch, Fett, Innereien (z.B. Leber und Niere), Knochen, Pansen und einem geringen Anteil pflanzlicher Komponenten. Ergänzungen wie Öle mit hohem Omega-3-Anteil, Eigelb, Kräuter, Nüsse und Samen, Salz und Blut runden die Ration ab.

Milchprodukte und Kohlenhydratquellen können, müssen aber nicht verfüttert werden.

Wild lebende Caniden finden in ihrer natürlichen Ernährung große Teile an Muskelfleisch und Pansen bzw. Blättermagen vor. Deshalb stellen diese Komponenten den größten Anteil in einer BARF-Ration dar. Hier finden sich vor allem Aminosäuren in optimaler Zusammensetzung sowie wertvolle Nährstoffe und Energie. Energie beziehen Hunde und Katzen in diesem Konzept aus Fett. Daher sollte der Fettanteil im Muskelfleisch mindestens 15% betragen. Auch sollte beim Muskelfleisch auf Qualität geachtet werden. Minderwertige und bindegewebsreiche Schlachtabfälle wie z.B. Euter sollten niemals den Hauptanteil des Muskelfleisches ausmachen. Hier finden sich weniger essentielle Aminosäuren und Mineralstoffe als in Muskelfleisch.

Der Anteil an rohen fleischigen Knochen wird aus dem realen Knochenanteil aus Beutetieren abgeleitet. So bestehen kleine Beutetiere wie Geflügel oder Mäuse aus 4-6% und größere Beutetiere zu 8-13% aus reinen Knochen. Die Knochen von kleineren Tieren werden komplett gefressen, bei größeren Tiere bleiben etwa die Hälfte der Knochen liegen.

Damit ergibt sich ein durchschnittlicher Knochenanteil von 7 - 8%. Da bei der Rohfütterung keine blanken Knochen gefüttert werden sollten (ansonsten besteht Verletzungsgefahr), ergibt sich damit ein Anteil an rohen fleischigen Knochen von 15%.

Knochen liefern neben Calcium und Phosphor auch Kalium, Natrium und Magnesium. Um keine Über- oder Unterversorgung zu riskieren, muss der Knochenanteil in der Ration stets augewogen gestaltet werden.

Innereien (Herz, Leber, Milz, Nieren, Lunge) stellen für Caniden einen äußert schmackhaften und nahrhaften Bestandteil ihrer Nahrung dar und müssen dementsprechnd Anteil in einer Futterration haben. Innereien sind die Hauptquelle für alle essentiellen Vitamine, liefern viele Mineralien und Spurenelemente. Auch hier muss der Anteil in der Futterration stets ausgeglichen sein um Über- und Unterversorgungen zu vermeiden.

Der pflanzliche Anteil im Futter ist notwendig, um die im Darm lebenden Bakterien mit ausreichend Ballaststoffen zu versorgen. Nur so kann die Darmflora (und damit ihr Tier) gesund bleiben. An dieser Stelle mögen Sie sich fragen, ob der Wolf oder die Wildkatze denn auch einen Anteil an pflanzlichem Futter unddamit Ballaststoffe zu sich nimmt. Wild lebende Caniden nehmen einen Großteil ihrer Ballaststoffe über das Fell ihrer Beutetiere auf. Da dieses jedoch von vielen Tierhaltern als unangenehm empfunden wird, ahmen wir beim BARF- Konzept diese Ballaststoffe durch Obst und Gemüse nach. Darüberhinaus fressen auch wildlebenden Caniden Kräuter, Gras oder auch Beeren. Diese liefern neben den wertvollen Rohfasern auch sekundäre Pflanzenstoffe.

Hochwertige Öle und Seealgen werden verfüttert, um zum Einen das Omega-3:Omega-6 Verhältnis aus Masttierfleisch auszubessern und zum Anderen den Jodbedarf zu decken. Das Fleisch aus Masttierhaltung hat ein ungünstiges Omega-3 zu Omega-6 Verhältnis. Durch Ölbeigabe soll dieses Verhältnis verbessert werden. Da bei der Rohfütterung keine Schilddrüse empfohlen wird (unkontrollierter Jodgehalt) decken wir den Jodbedarf über die Zugabe von Seealge.

Bei der Zusammenstellung einer ausgewogenen Ernährung muss man sicherlich nicht auf jedes einzelne Gramm achten. Jedoch sollte man sich nichtsdestotrotz an den Mengenverhältnissen eines natürlichen Beutetieres orientieren. 

Leider zeigen viele fertige BARF-Mixe ein sehr unausgewogenes Verhältnis der einzelnen Komponenten. So findet sich meistens ein sehr großer Pansen- oder Knochenanteil und wichtige Innereien werden weggelassen. Statt hochwertigem Muskelfleisch werden überwiegend Hühnermägen, Lunge oder Herz eingesetzt. Die Gabe der essentiellen Zusätze wie Seealge oder Omega-3 Öl wird zumeist nicht ausreichend gekennzeichnet oder es werden nicht nachvollziehbare Mengen davon eingesetzt.

Auf den ersten Blick mag diese Art der Fütterung als sehr aufwendig und kompliziert angesehen werden, jedoch ist sie mit einer ganzen Reihe an Vorteilen belegt. Finde heraus warum du barfen solltest!

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